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40 Tage ohne Handy

eine Challenge                                

 

Uraufführung / 14+ / 75 min

 

„40 TAGE OHNE HANDY - eine Challenge“ handelt von fünf Jugendlichen, die beschlossen haben, ohne Handy zu leben.

                  

Was bedeutet es, nicht mehr ständig erreichbar zu sein, keine YouTube-Videos kommentieren zu können, ausgesperrt zu sein aus der Welt der Emojis und von Snapchat? Wie verändert der Umstand, plötzlich offline zu sein, unser Verhalten und unsere Unterhaltungen? Was für ein Leben führen wir ohne Social Media?

 

Die fünf Protagonisten stoßen bei diesem Experiment an persönliche Grenzen und finden Dinge über sich selbst heraus, die ihnen vorher völlig fremd waren. Eine neue Erfahrungswelt öffnet sich.

 

Das Stück „40 TAGE OHNE HANDY - eine Challenge“ behandelt die Themen Gruppendynamik und Kommunikation und zeigt in kritisch-humorvoller Weise die Schwierigkeiten, aber auch die Chancen auf, die wir haben, wenn wir für einen längeren Zeitraum vollkommen auf das Smartphone oder das iPad verzichten und uns zurechtfinden müssen ohne Facebook, Instagram, WhatsApp, Google und Co.

INHALT

 

„Ein Leben ohne Handy - wer schafft das von euch?“

Alex, Rosa, Bernd, Shirin und Jana nehmen die Herausforderung an und starten einen Selbstversuch. Die Challenge lautet: 40 Tage ohne Handy auszukommen; Notrufe sind erlaubt.

 

Zu diesem Zeitpunkt wissen die fünf noch nicht, wie sehr sich ihr Alltag ohne Handy verändern wird.

 

Anfangs läuft alles recht ehrlich ab, obwohl sie mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, in gewissen Situationen nicht zum Handy zu greifen.

Doch bald schon wird getrickst und gemogelt. Vorwürfe, dass einige das Handy heimlich benutzen, werden vehement abgewehrt. Ein Streit in der Gruppe sorgt für dicke Luft.

 

Rosa schlägt vor, sich gemeinsam in einer Wohnung einzuschließen, damit man einander besser kontrollieren könne. Zuerst wird sie ausgelacht, dann wird diskutiert und schließlich stimmen doch alle zu.

 

Die Aufgabenstellung wird sogar noch verschärft. In der Wohnung soll es, neben dem Handy-Verbot, keinen Fernseher geben, keinen CD-Player, keinen Computer, kein iPad, nichts, was mit sogenannten sozialen Medien zu tun hat. Quasi ausgesperrt aus der digitalen Kommunikations-Welt, geht das Experiment weiter.

 

Die ersten Tage über funktioniert das Zusammenleben recht gut. Interessante Gespräche entwickeln sich, Spiele werden kreiert und Geschichten erzählt. Es wird gesungen, getanzt, gemeinsam gekocht und Sport gemacht. Geheimnisse kommen zu Tage und Dinge werden ausprobiert, die man noch nie getan hat. Auch eine Liebesaffäre bahnt sich an.

 

Doch allmählich kippt die Situation. Gegenseitige Überwachung, Misstrauen und Eifersucht machen sich breit. Ein Konflikt jagt den anderen. Momente der Isolation und der Eskalation wechseln einander ab. Der Lagerkoller erreicht seinen Höhepunkt.

 

Das einzige Handy, das nur für Notrufe zur Verfügung steht, wird immer mehr zum Objekt der Begierde.

 

Eine heftige Auseinandersetzung zwischen Alex und Bernd beendet das Spiel. Alle, außer Jana, verlassen die Wohnung. Sie bleibt zurück und will das Experiment bis zum Schluss durchziehen …

TEAM

 

Darsteller:  Ensemble „junges theater im ersten stock“

                   Alex:       Florian Fleischhacker

                   Bernd:    Fabian Janisch

                      Jana:      Julia Wozek

                   Rosa:     Hannah Riegler

                   Shirin:    Parisa Zahedi

 

Stück / Regie:                                         

Karl Wozek

 

Organisation:          

Robert Koukal

 

Schulkoordination:                       

Elfi Vozenilek

SPIELZEIT

 

Premiere

Di 17. Okt 2017 / 19:30 Uhr

 

weitere Vorstellungen

Mi 18. Okt, Do  9. Nov, Fr 10. Nov 2017 / jeweils 10:00 Uhr

Fr 17. Nov 2017 / 19:30 Uhr

 

Mo 19. Februar 2018 um 10 Uhr

Mi 21. Februar 2018 um 10 Uhr

Mo 26. Februar 2018 um 10 Uhr

Mi 28. Februar 2018 um 19:30 Uhr

 

Mo 16. April 2018 um 10 Uhr

Do 19. April 2018 um 10 Uhr

Di 24. April 2018 um 10 Uhr

Do 26. April 2018 um 10 Uhr

SPIELORT

Theater im ersten Stock

1060 Wien, Mariahilfer Straße 51

Österreichtournee 2019

 

Di 12. Februar 2019 um 18:30 Uhr im Stadttheater Leoben

Mi 20. Februar 2019 um 10:30 Uhr im Theater am Steg (Baden)

Di 12. + Do 14. März 2019 um 10:00 Uhr im Theater im ersten Stock (WIen)

Mo 24. Juni 2019 um 10:00 Uhr im E-Cube (Eisenstadt)

Mi 25. September 2019 um 10:00 Uhr im Stadtsaal (Mistelbach)

Mi 2. Oktober 2019 um 10:00 Uhr im E-Cube (Eisenstadt)

Di 8. Oktober 2019 um 10:00 Uhr im Rathaussaal (Amstetten)

Di 15. Oktober 2019 um 10:00 Uhr im Stadtssaal (Korneuburg)

Mi 20. November 2019 um 10:00 Uhr im Rathaussaal (Amstetten)

 

Nach der Vorstellung stehen wir gerne für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.

 

TICKETS / INFO

office@theater-wozek.at

+43/660/867 2446

 

www.theater.wozek.at

www.schauspiel.prayner.at

Medien

40 Tage ohne Handy

Fünf junge Schauspielschüler_innen spielen ein Stück rund um „digitale Entgiftung“ im „Jungen Theater im ersten Stock“ (Wien-Mariahilf).
 
 

Willkommen im „Jugendclub Frogy“. So steht's auf ein Stück Stoff gesprayt hinter einer Couch und einem Oma-artigen Lehnsessel. Weitere Versatzstücke der Bühne deuten den Jugendtreff an. Jana, Alex, Rosa, Bernd und Shirin kommen hier regelmäßig zusammen. Jana (Julia Vozenilek) stellt die unterschiedlichen Typen vor: Alex (Florian Fleischhacker) - Computerfreak, vor allem Gamer, Bernd (Fabian Janisch) – hat wegen einer Holzallergie seine Tischlerlehre abgebrochen und ist Go-Kart-Raser, Rosi (Hannah Riegler) – studiert Psychologie und Geschichte auf Lehramt, weil sie die Menschen als Individuen und als Gesellschaft verstehen will, Shirin (Parisa Zahedi) – kam mit ihrem Bruder aus dem Iran und will berühmtes Model werden. Sich selbst präsentiert Jana als Filmemacherin – natürlich auch früher oder später berühmt. Alle fünf spielen hervorragend glaubwürdig ihre Charaktere – von der sich für schlauer haltenden Studentin bis zum Kraftausdrücke schleudernden derzeit Arbeitslosen.

 

Süchtig

Dieser und jener Smalltalk – so ganz nebenbei, denn die Hauptaufmerksamkeit praktisch aller sind ihre jeweiligen Smartphones: Der eine spielt die ganze Zeit, die andere schießt ein Selfie ums andere wenn sie nicht grad Live-Videos für Facebook aufnimmt, die dritte ist ständig in der Suchmaschine, um zu Gesagtem nachzuschauen... Hin und wieder geht der einen oder dem anderen das ständig aufs Handy schauen (sehr) auf den Geist. Vom Verarschen bis zum heftigen Streit wechselt die Stimmung immer wieder.

Irgendwann kommt die Idee auf, die dem Stück den Titel gab: 40 Tage ohne Handy – eine Challenge. Aber was soll ma denn dann machen? Vielleicht gar miteinander reden?!

 

Entzug

Die Herausforderung „Digital detox“ (digitale Entgiftung wie’s auf „Neudeutsch heißt“) wird von den fünf Charakteren hin und her gewälzt. Vor allem äußert jede und jeder, unsicher zu sein, ob's die anderen schaffen würden ;) Dann ist der zündende Anreiz da: Wer's nicht schafft, zahlt und wer's durchhält kassiert die Kohle ein.

Nach einigem Hin und Her startet die Challenge im Jugendtreff – hätte auch früher sein können, der Stücktitel gibt’s ja ohnehin vor, worauf’s hinausläuft. Alle müssen natürlich immer zusammen bleiben, damit keine/r schummeln kann, also „Kasernierung im Jugendclub“. Das eine oder andere Spielchen, von Gymnastik bis zu Tischfußball, von Quiz bis zu erraten, wer oder was man ist, das auf dem Zettel geschrieben steht, der auf dem eigenen Hirn pickt... Diese Passage hat ihre Längen, vor allem, weil das auf engstem Raum Zusammenpicken doch den einen oder anderen heftigeren verbalen Knatsch bis zu körperlichen Attacken vermuten, ja als ziemlich sicher erscheinen lässt.

 

Authentisch

Die dann doch (endlich!) entstehende arge Dynamik – samt wechselseitigen Koalitionen, Liebschaften, Eifersüchteleien und allem was dazu gehört werden wieder von den jungen Darsteller_innen - allesamt Schauspiel-Schüler_innen - sehr authentisch auf der Bühne des kleinen „Jungen Theaters im ersten Stock“ (Teil der Neuen Schauspiel Schule Wien in der Mariahilferstraße) gespielt.

Im Gespräch mit den jugendlichen Besucher_innen meinen die meisten, ohne Handy würden sie sozusagen gar nicht leben können bis nach und nach der eine und die andere meint, aufgrund schulischer oder elterlicher Verbote würden sie schon auch stundenweise aushalten. Um im Gespräch noch draufzukommen, wenn sie ihren Hobbys nachgehen – vom Fußballspielen bis zum Tanzen -, dann würden ihnen WhatsApp-Nachrichten oder Instagram-Fotos gar nicht so wirklich abgehen.

 

Selbst beobachtet

„Schuld“ am Stück war übrigens ein Moment des Regisseurs und Theater„vaters“ Karl Wozek, wie er dem KiKu gegenüber zugab: „Ich steig eines Tages in die U-Bahn ein und greif automatisch zum Handy ohne eine Nachricht, einen Anruf oder irgendwas zu erwarten oder auch zu machen. Da hab ich mir gedacht, das wäre Ausgangspunkt für ein Stück.“ Gemeinsam mit dem jungen Team wurde dann zu diesem Thema improvisiert, viel verschmissen, das eine oder andere aufgehoben und daran weiter gearbeitet. 40 Tage Entzug hat keine/r gemacht, aber über ein App, die sozusagen die Aktivitäten protokolliert haben es manche geschafft, statt 100 Mal nur mehr 60 oder gar 40 Mal am Tag das Smartphone zu aktivieren.

Programmzettel

Fotos von der Medienklasse

12.2.2019 Stadttheater Leoben

Zeitungsausschnitte zum Thema

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